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Denkspiele mit Elfe und Mathis

Bedienungsanleitung für den Normwert-Rechner

Normwerte dienen dazu, die Ergebnisse einer einzelnen Person zu den Werten einer Vergleichsgruppe in Bezug zu setzen. Zur Umrechung eines individuellen Wertes in einen Normwert wird in der Regel angenommen, dass die Werte in der Vergleichsgruppe glockenförmig verteilt sind, d.h. dass viele Personen mittlere Werte und wenige Personen extreme Werte aufweisen (siehe rote Kurve im Normwertrechner).

Der Normwertrechner soll die Umrechnung der verschiedenen Normwert-Skalen erleichtern. Man kann entweder per Schieberegler Werte mit der Maus einstellen oder diese direkt in die Textfelder eingeben. Das Programm errechnet automatisch die Entsprechungen in den anderen Normwertskalen.

Diagramme
In den Diagrammen ist der Normalbereich blau hinterlegt. Anhand der gestrichelten Linien können Sie unmittelbar die relative Position eines Ergebnisses im Vergleich zu einer Normstichprobe erkennen. Es gibt dabei zwei Typen von Verteilungen:

  1. Dichte: Es wird die Wahrscheinlichkeitsfunktion als Dichte dargestellt.
  2. kumulativ: Es wird eine kumulative Normalverteilung gezeichnet. Die Prozentränge, die einem Normwert entsprechen, können an der y-Achse abgelesen werden.
Dichtefunktion kumulative Normalverteilung


Altersberechnung
Die exakte Berechnung des Alters ist für die Wahl der korrekten Normtabelle bei vielen psychologischen Testverfahren sehr wichtig. Leider geschehen an dieser Stelle viele vermeidbare Fehler, die zu gravierenden Fehlinterpretationen führen können. Seit Version 1.8 enthält der Normwertrechner ein Modul zur Altersberechnung, das über das Kalender-Symbol in der Symbolleiste aufgerufen werden kann. Es gibt das exkate Alter in Jahren, Monaten und Tagen aus.

Einstellungen
Welcher Bereich dabei als Normalbereich gilt und welche verbale Interpretation eingeblendet wird, hängt von der Programm-Einstellung ab. Die Einstellung können Sie vornehmen, wenn Sie auf das Werkzeug-Symbol klicken. Es gibt die folgenden Einstellungen:
  1. "Europäische Konvention": Der Bereich zwischen -1 z und +1 z gilt als Normalbereich. Das entspricht einem Flächenanteil von etwa 68%.
  2. "Amerikanische Konvention": Der Normalbereich reicht hier von PR 25 bis PR 75. Der Normalbereich hat damit einen Flächenanteil von 50%.

Anzeige der Konfidenzintervalle

Ab Version 1.6 des Programms ist es möglich, das Konfidenzintervall anzuzeigen. Hierfür muss der Reliabilitätskoeffizient des verwendeten Testverfahrens angegeben werden (gute Tests weisen Reliabilitäten größer 0,8 auf). Dieser gibt an, wie zuverlässig und messfehlerfrei ein Verfahren misst. Weiterhin ist ein Konfidenzkoeffizient anzugeben. Dieser gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit der wahre Wert einer Person innerhalb des Konfidenzintervalls liegt. In der psychologischen Diagnostik ist eine Sicherheit von 90% üblich. Die Berechnung der Konfidenzintervalle erfolgt anhand des Standardschätzfehlers und unter Berücksichtigung der Regression zur Mitte nach Formel 1 (exemplarisch für die Berechnung von Konfidenzintervallen bei T-Werten):


Normskalen

Es stehen Ihnen folgende Normwertskalen zur Verfügung:

Mittelwert Standardabweichung
z-Wert 0 1
T-Wert 50 10
IQ-Wert 100 15
SW-Wert 100 10
Wertpunkt
(Wechsler-Skalen)
10 3




Nutzungsbedingungen

Kostenlos

Sie dürfen den Normwertrechner sowohl für private Zwecke als auch im Rahmen der Ausübung Ihres Berufes (z.B. als Psychologe, Arzt, Förderlehrer, Dozent usw.) frei und unentgeltlich verwenden. Ein Verkauf oder eine Veränderung des Programms ist jedoch nicht gestattet. Für etwaige Fehlfunktionen wird keine Haftung übernommen. Sollte das Programm ihnen gefallen, oder es für Sie nützlich sein, dann würden wir uns darüber freuen, wenn Sie auf der eigenen Homepage, in einem Blog oder einem Forum einen Link auf die Download-Seite des Normwertrechners (http://www.psychometrica.de/normwertrechner.html) setzen würden. Wenn Sie möchten, dann können Sie hierfür das unten stehenden Stück HTML-Code verwenden.


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Literatur

Amelang, M. & Schmidt-Atzert, L. (2006). Psychologische Diagnostik und Intervention. Heidelberg: Springer.