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ELFE-Training

Testgüte von ELFE 1-6

Im folgenden finden Sie eine knappe Zusammenfassung der Testgütekriterien. Die vollständigen Angaben sind im Testmanual abgedruckt.



1. Objektivität

Die Objektivität eines Tests gibt den Grad der Unabhängigkeit der Testergebnisse von den jeweiligen Untersuchern (Durchführungsobjektivität) bzw. den auswertenden Personen (Auswertungs- und Interpretationsobjektivität) an. Die notwendige Durchführungsobjektivität von ELFE 1-6 wird erreicht, wenn sich der Testleiter/die Testleiterin an die Anweisungen in diesem Manual hält und die Testinstruktionen wortgetreu wiedergibt. Einer der größten Vorteile einer computergestützten Testung ist die standardi­sierte Darbietung der Instruktionen und Aufgaben. Adäquate Ausstattung des PCs und ange­messene äußere Umstände (Geräuschpegel, Lichtverhältnisse etc.) vorausgesetzt, er­mög­licht der Computer eine Durchführungssituation, die v. a. bei Gruppentests in den ersten Schul­klassen aufgrund der Unruhe der Kinder sonst nur schwer zu erreichen ist. Die knappen Er­klärungen, die den Kindern vom Testleiter/der Testleiterin vorab dargeboten werden, sind zu­dem im Wortlaut vorgegeben. Die Auswertungsobjektivität ist durch die eindeutige Festlegung der richtigen Antworten gesichert. Die Interpretationsobjektivität ergibt sich aus dem Vergleich der Ergebnisse der Testpersonen mit denen der Normierungsstichprobe. ELFE 1-6 kann aus diesen Gründen hinsichtlich der Durchführung, Auswertung und Interpre­tation als objektiv bezeichnet werden.


2. Reliabilität

Die Reliabilität (Zuverlässigkeit) eines Tests gibt an, mit welcher Genauigkeit ein Test ein Merkmal oder eine Eigenschaft misst (Lienert & Raatz, 1998). Hierzu wurden die interne Konsistenz, Retestreliabilität und Paralleltestreliabilität erfasst.



Interne Konsistenz Cronbach α (crα) und Odd-Even-Split-Half-Reliabilität (Spearman-Brown, rtt) der einzelnen Untertests

Klassenstufe

n

Untertest

Wortverständnis

Satzverständnis

Textverständnis

crα

rtt

crα

rtt

crα

rtt

2. Klasse

20

.9473

.944

.7685

.930

.9418

.927

3. Klasse

44

.9551

.918

.9474

.927

.8638

.827

4. Klasse

36

.9436

.901

.9424

.953

.7564

.716

Gesamt

100

.9685

.948

.9283

.947

.9151

.894

Anzahl an Items

72

28

20



Re- und Paralleltestreliabilität

Klassenstufe

Papierversion

Computerversion

Parelltestreliabilität

Computer - Papier

n

Retest (rtt)

n

Retest (rtt)

n

Paralleltest (rtt)

1. Klasse

20

.919

21

.938

27

.883

2. Klasse

18

.955

20

.968

20

.888

3. Klasse

19

.905

20

.912

21

.908

4. Klasse

16

.947

18

.850

23

.802

5. Klasse

28

.853

13

.931

18

.820

6. Klasse

19

.821

16

.936

14

.905

Gesamt

120

.911

108

.930

123

.873




3. Validität

Unter Validität oder Gültigkeit eines Tests versteht man den Grad, zu dem er die Eigenschaft oder das Merkmal erfasst, das er zu messen vorgibt. Ein Test ist dann vollkommen valide, wenn das Testergebnis unmittelbar und fehlerfrei die zu messende Eigenschaft einer Person erfasst. ELFE 1-6 gibt ausschließlich vor, das Leseverständnis zu messen. Das Verfahren verfügt deshalb über „triviale" Gültigkeit oder Augenscheinvalidität, da das Testergebnis ausschließlich über diese Eigenschaft Rückschlüsse zulässt. Darüber hinaus wurde die Übereinstimmung von ELFE 1-6 mit verschiedenen Außenkriterien erfasst:



Klassenstufe

Würzburger Leise-Leseprobe (WLLP)

Lehrerurteil Lesen

Papierversion

Computerversion

Papierversion

Computerversion

1. Klasse

.524

.519

.698


2. Klasse

.763

.578

.729

.732

3. Klasse

.789

.680

.757

.764

4. Klasse

.715

.762

.648

.639

5. Klasse



.844

.718

6. Klasse



.447

.802

Gesamtergebnis

.710

.645

.705

.735